Gabriels Singsang

Das letzte Sommerinterview der ARD ist gelaufen, zu Gast war Sigmar Gabriel. Wer angesichts von Griechenland- oder Flüchtlingskrise klare Ansagen vom SPD-Chef erwartet hatte, wurde jedoch enttäuscht. Eigentlich reicht es völlig, den Begleitartikel zu lesen, denn das immerhin 20minütige Gespräch brachte über weite Strecken nur wenig pointiertes Geplänkel zu den Wahlchancen der Sozialdemokraten oder dem möglichen Kanzlerkandidaten des Jahres 2017. Gregor Gysi, der letzte Woche Gast der Sendung war, ist Gabriel zumindest auf dem Gebiet der Unterhaltsamkeit weit voraus.

In einem Punkt jedoch stimmen beide Politiker überein: Das Asylproblem wird an Übergriffen von „Rechtsradikalen“ festgemacht, gegen die nicht nur ein „Aufstand der Anständigen“ sondern auch ein „Anstand der Zuständigen“ auf der Agenda stehen müsse. Die Aggressivität der einwandernden Völkerscharen, wie sie sich aktuell in Mazedonien und in zahlreichen kriminellen Handlungen wie zuletzt in Suhl zeigt, blieb – wie fast immer – völlig außen vor. Dafür kommen Phrasen von einer „riesigen Welle Not, Armut, Krieg und Bürgerkrieg“ und die völlig absurde Behauptung, die Flüchtlinge kämen nach Europa, „weil sie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – das was Europa ausmacht – von uns erwarten“. Das ist Realitätsverweigerung in Reinkultur!

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