Asyl-Notstand in Bayern

asylantenAlfred-Delp-Kaserne in Donauwörth wird Aufnahmeeinrichtung für Asylanten

Donauwörth – Wie das bayerische Sozialministerium am 13. August mitteilte, wird angesichts immer weiter steigender Asylanten-Zahlen die Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth zeitnah zu einer weiteren Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates umgebaut. Sie soll erst einmal 600 Asylanten beherbergen und bis Ende 2019 genutzt werden. Diese Zeitplanung ist ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass die Staatsregierung selbst nach einer möglichen Beschleunigung der Asylverfahren und der schnelleren Abschiebung von Antragstellern aus sicheren Herkunftsstaaten mit keiner wirklichen Entspannung an der Asylfront rechnet. In der neuen Aufnahmeeinrichtung werden etwa 100 Mitarbeiter der Asylverwaltung von Bund, Land und Kommunen beschäftigt sein.

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) begründet die Standortentscheidung so: „Die Zahl der in Bayern ankommenden Asylbewerber ist aufgrund der geographischen Lage Bayerns besonders hoch. Derzeit kommen täglich über 1.500 Menschen bei uns an. Mit der Alfred-Delp-Kaserne schaffen wir jetzt eine weitere Erstaufnahmeeinrichtung, in der wir 600 Menschen unterbringen können.“ Müller betont: „Die Aufnahmeeinrichtung in Donauwörth, die kein Aufnahme- und Rückführungszentrum für Flüchtlinge aus dem Balkan ist, soll noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen.“ Derzeit stehen in Bayern etwas mehr als 12.000 Plätze in regulären Erstaufnahme- oder Übergangsaufnahmeeinrichtungen zur Verfügung. Angesichts von 60.000 neuen Asylbewerbern in Bayern seit Jahresbeginn ist das eine fast lächerlich geringe Zahl.

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