Neue Feinde, alte Feinde

freie_presseDass der Feind meines Feindes noch lange nicht mein Freund sein muss, zeigen „Antifaschisten“ und Faschisten. Dass sie dabei ähnliche Ziele und Strategien verfolgen, zeigten wir. Das Schlagwort des „friedlichen Zusammenlebens“ eint dabei nicht nur CasaPound, SVP, HdS und Antifa, sondern zumindest schrittweise auch den kritischen Bürger, der eine alte Front schließen möchte, um seine Energien für eine neue nutzen zu können.

„Wer ist ein Ausländer in Süd-Tirol?“ An dieser Frage scheitern Parteien und Vereine ebenso wie am entgegengesetzten „Wer ist ein Einheimischer in Süd-Tirol?“ Ist es nun der integrierte Neger der Schützen oder der Italiener mit Sozialisation in Schulderns? Zahlreiche Graustufen, Scheinantworten und Mittelwege scheinen hier nicht den gewünschten Erfolg zu bringen. So scheint das Feindbild der „Freiheitlichen“ die kopftuchtragende Muslima zu sein, während der arbeitssame Han-Chinese hier kritiklos sein Dasein fristen darf. Ob das die Meinung ihrer Parteibasis widerspiegelt? Ob der durchschnittliche Wähler der „Freiheitlichen“ oder das normale Mitglied der „Süd-Tiroler Freiheit“ ernsthaft Freude über die Existenz von Peruanern mit Stutzen, Kraxen und Pfoat empfindet, darf ernsthaft bezweifelt werden. Oft ist es wiederum nur Angst vor der eigenen Meinung, das „Nicht-anecken-wollen“ als Kernbestandteil der Mikado-Demokratie. Meinung haben ja, aber im Geheimen.

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