Skandal nach Razzia in Wien: Drogendealer werden nicht abgeschoben

asyl_cover KopieZwei Tage nach der Drogenrazzia im Asylheim in Wien-Hernals, wo die WEGA und Polizisten mit Diensthunden 345 Gramm Kokain, 68 Gramm Heroin, 16 Gramm Marihuana und mehrere tausend Euro sicherstellten, kommen nun weitere erschreckende Details zutage: Laut Kurier gab es  in diesem Asylantenheim bereits „mehrere Aktionen mit ähnlichem Ergebnis“, vor zwei Jahren wurden fast zwei Kilogramm Drogen gefunden und die festgenommenen 16 Männer seien keine Unbekannten, im Gegenteil, die meisten seien schon mehrfach festgenommen worden. Trotzdem sind sie immer noch in Österreich.

Für den freiheitlichen Klubchef im Wiener Rathaus, Johann Gudenus, ist dadurch eines deutlich geworden: „Die Abschiebepolitik ist in Österreich zu lasch. Wer bei uns um Asyl ansucht, muss sich an unsere Regeln halten. Werden diese gebrochen, muss eine sofortige Abschiebung erfolgen.“ Die Gesetze diesbezüglich müssen deutlich verschärft werden, fordert er. Bei der Polizei erklärt man, dass man bei den Betroffenen das tatsächliche Heimtland mangels Dokumenten nicht immer feststellen könne, mitunter nehme das jeweilige Land seine Bürger auch nicht zurück, so Sprecher Paul Eidenberger gegenüber kurier.at. In der Printausgabe präzisierte Eisenberger, dass es sich im aktuellen Fall um Personen aus nicht sicheren Drittstaaten wie etwa Nigeria handle.

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