Sehr geehrte Damen und Herren vom NDR,

freie_presseheute erreichte mich eine Anfrage einer Mitarbeiterin Ihrerseits aus dem Studio Rostock zu dem Vorfall vom letzten Wochenende vor einer Rostocker Disco. Hierzu erlaube ich mir Ihnen das Folgende mitzuteilen:

In Hinblick auf Ihre letzte doch sehr tendenziöse Berichterstattung in Bezug auf meine Person (Nazi/Rocker-Anwalt) hat mich die heutige Anfrage doch mehr als verwundert.

Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass ich Ihnen jemals wieder Informationen, sei es zu laufenden Mandaten oder sonstige, mitteilen werde. Selbst wenn ich Informationen hätte und mir meine Mandantschaft die Weitergabe erlauben würde, wäre der NDR nicht mal mehr das letzte Presseorgan, an welches ich mich wenden würde.

Leider haben Ihre Mitarbeiter es noch immer nicht verstanden, dass wir als Strafverteidiger lediglich unseren Job machen, dieses ohne Ansehung des zu verteidigenden Mandanten, seiner politischen Einstellung, seiner Herkunft, seiner Weltanschauung und der ihm vorgeworfenen Tat. Bedeutet, jeder bekommt bei uns die uns bestmögliche Verteidigung.

Bei ihren Mitarbeitern scheint für mich ganz offensichtlich die Vorstellung zu herrschen, dass ich als Strafverteidiger die Taten meiner Mandanten gutheiße und einem irgendwie gearteten Lager meiner teils vertretenen Mandantschaft zuzuordnen sei, weil ich Harley fahre und zudem auch noch in zwei Burschenschaften bin.

In den fast 20 Jahren meiner Tätigkeit als Strafverteidiger habe ich zigtausend Mandanten bundesweit vertreten. Darunter waren sicher auch sog. Rocker, Rechte aber auch Linke, Ausländer und insbesondere ganz normale Bürger.

Ihre Berichterstattung hat, insbesondere in dem letzten Ihnen sicher noch bekannten Verfahren, dazu geführt, dass Familienangehörige von mir darauf angesprochen wurden, was ich doch für ein schlechter Mensch sein muss, weil ich doch nur die bösen Nazis und Rocker vertrete, und wie meine Frau überhaupt mit mir verheiratet sein könnte.
Dieses tangiert meine Familie glücklicherweise nicht mal peripher, denn sie weiß wie ich wirklich bin und auch mich lässt das regelmäßig unbeeindruckt, denn jemand der mich wirklich ernsthaft kennenlernen will, wird das sicher nicht über die Medien tun wollen.

Ich gestehe sogar ein, dass die Aura, die Sie medial über mich gelegt haben, wohl ein Teil meines Erfolges ist, denn immer wieder wenn sie in der obigen Art über mich berichten, bekomme ich immer nur mehr Mandate.

Der wohlmögliche Plan Ihrer Mitarbeiter, mir durch diese tendenziöse Berichterstattung wirtschaftlich zu schaden, geht daher nicht auf, ganz im Gegenteil.

Mein Wunsch wäre es jedoch, dass unsere beiden Kinder nicht unter dem falschen, von Ihren Mitarbeitern verbreiteten, Ruf ihres Vaters eines Tages leiden müssen. Ich hoffe, dass Sie zumindest da bei mir sind und zukünftig, allein im Interesse meiner Kinder, von derartigen tendenziösen Berichterstatttungen Abstand nehmen werden.

Sei Sie sich gewiss, dass ich zukünftig mit allen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln gegen eine derartige Berichterstattung vorgehen und dabei keinerlei Mühen und Kosten scheuen werde.

Sollten Sie, nach meinem Verständnis, eines Tages wieder Ihrer Aufgabe als öffentlich-rechtliches Presseorgan gerecht werden und endlich diese tendenziöse Berichterstattung, nicht nur mich betreffend, einstellen, so bin ich auch gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten bereit, Ihnen Informationen zukommen zu lassen. Ich denke leider nicht, dass dieser Tag kommen wird, würde es Sie jedoch wissen lassen.

Bis zu diesem Zeitpunkt sehen Sie bitte von irgendwelchen Anfragen ab. Sollte meine Mandantschaft es eines Tages unbedingt wollen, Sie über Sachverhalte zu informieren, werde ich den Kontakt zu ihnen suchen.

Zu einem konstruktiven Gespräch über Ihre Berichterstattung zu meiner Person, mit dem Ziel einer möglichen Besserung meines Verhältnisses zu Ihnen, stehe ich trotzdem gerne zur Verfügung, muss Sie jedoch gleich darauf hinweisen, dass ohne eine Richtigstellung da nichts möglich sein wird.

Diese Mail betrachten Sie bitte als offene Mail, denn, gleich Ihnen, werde ich jetzt auch mal die „Macht“ der Öffentlichkeit nutzen, dieses über meine diversen Facebook- und Internetseiten, mit denen ich wöchtlich einige Millionen Facebook- und Internetnutzer erreiche, zu verbreiten.

Ich verbleibe mit den besten Grüßen

Sven Rathjens
Rechtsanwalt/Strafverteidiger

Rathjens & Rakow
Rechtsanwälte
Hauptsitz: Kröpeliner Sraße 10, 18055 Rostock
Tel.: 0381/4996805
Fax: 0381/4996826

Quelle: AG Weserbergland/Facebook

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