Borsigplatz: Drogenkrieg eskaliert – Bandenkämpfe auf offener Straße – Polizei machtlos!

gewaltFreitagabend (15. Mai 2015) gegen 19.20 Uhr: Über 50 Personen gehen in der Stahlwerkstraße mit Macheten, Messern und Schreckschusspistolen aufeinander los, zertrümmern Autos, liefern sich einen erbitterten Revierkampf. Als die Polizei eintrifft, hat sich die Lage bereits wieder entspannt, die Kontrahenten sind in ihre jeweiligen Räumlichkeiten, insbesondere Teestuben und Internetcafes, zurückgekehrt. Mit der Staatsmacht reden möchte niemand, nur eine Person meldet sich verletzt, weitere Zeugen gibt es nicht. Zurück bleiben einige Schlagwaffen, Patronenhülsen und etwa zehn demolierte Pkws, in der Mehrzahl Modelle der Luxusklasse. Die neuerliche Gewalteskalation verwundert Beobachter der Szene nicht: In den vergangenen Jahren hat sich im Bereich südlich des Borsigplatzes, rund um die Oesterholzstraße und Oestermärsch, eine – selbst für die Nordstadt ungewöhnliche – Parallelwelt entwickelt. Im großen Stil handeln verschiedene Clans aus ihren Etablissements heraus mit Drogen, insbesondere Kokain und Heroin. Sogar das linksgerichtete Studentenmagazin „Pflichtlektüre“ musste diese Entwicklung im Jahr 2011 einräumen – rund vier Jahre später gibt es Straßenzüge, in denen Polizei und Sicherheitskräfte die Kontrolle längst verloren haben.

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